Fachausstellungen Heckmann gehört zu den größten und erfolgreichsten Veranstaltern regionaler Messen und Ausstellungen Deutschlands. Das 1928 gegründete Unternehmen feierte im September 2008 sein 80-jähriges Bestehen - in der schnelllebigen Messebranche eine Ausnahme. Als Mitglied des FAMA-Messeverbandes dokumentiert die Firma seit 1951 die politische, volkswirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Messe- und Ausstellungswesens.
Das Gründerehepaar Heinrich und Berta Heckmann verstand es, ein gut gegliedertes, seriöses und vielseitiges aktuelles Angebot auf unterhaltsame Weise zu präsentieren. Selbst entwickelte Lehr- und Sonderschauen erhöhten das Informationsangebot. Als der Nachwuchs - Sepp D. Heckmann und seine Schwester Lislott Zieg - die Firma übernahm, hatte sich das Unternehmen bereits glänzend entwickelt. Die Geschwister setzten den erfolgreichen Kurs fort und riefen neben der infa eine Reihe Verbraucher und Fachausstellungen ins Leben wie die ABF, die hafa in Bremen oder die dental informa in Hannover und entwickelten diese Messen ständig weiter.
In Bremen richteten sie 1969 eine eigene Geschäftsstelle ein. Mit dem Anschluss an die Deutsche Messe AG (1981) als 100-prozentige Tochtergesellschaft hatte das Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt. Sepp D. Heckmann - in den Vorstand der Deutschen Messe AG berufen - sicherte seiner ehemaligen Firma damit auch das Know-how eines großen Unternehmens. Die "Heckmänner" konnten unter Leitung der langjährigen Geschäftsführerin Elfriede Lange neue Themen in Angriff nehmen, beispielsweise die Fachmesse ALTENPFLEGE, die sich längst zur Leitmesse der Pflegebranche entwickelt hat.
Nach der Wende ging Fachausstellungen Heckmann nach Leipzig und half dort mit, die Baufachmesse und die „Haus Garten Freizeit“ aufzubauen. Auch die „Pferd & Jagd“ mauserte sich von einer kleinen Ausstellung zum Shootingstar und gehört heute zu den größten Messen ihrer Art in Europa. Es gab aber auch Rückschläge: Messen wie die Kunst- und Antiquitätenmesse mussten nach mehr als 33 Jahren aufgegeben werden.
Carola Schwennsen - seit April 2002 Geschäftsführerin - ist davon überzeugt, dass das Unternehmen noch längst nicht das Ende seiner Leistungsfähigkeit erreicht hat. Selbst wenn eine Vielzahl an regionalen Publikumsmessen und Verbraucherausstellungen in Deutschland bereits besteht, werden neue Themen schon allein durch die sich permanent verändernde Gesellschaft aktuell. Für eine Messegesellschaft heißt das: Trends rechtzeitig erkennen und erfolgreich umsetzen. Dazu zählt die Entwicklung neuer Regionalmessen, wie etwa die „EnergieSparTage“ in Hannover, die aufgrund ihrer Anbindung an die infa künftig ein noch größeres Publikum ansprechen wollen.
Die infa – sie ist in Hannover längst eine Institution.
Begonnen hat sie 1954 als "Niedersächsische Hauswirtschaftliche Landesausstellung" in der Stadthalle mit 300 Ausstellern auf 4.000 Quadratmetern. Die Ausstellung richtete sich vor allem an Hausfrauen. Die Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen: 62.000 Besucher strömten in die Hallen. Ordnungshüter hielten bei der Premiere Nachdrängenden das Schild "Vorübergehend geschlossen" entgegen.
Schon lange ist die infa mit mehr als 200.000 Besuchern und 1.200 Ausstellern die größte Verbrauchermesse Deutschlands - und begeistert Jahr für Jahr ihr Publikum mit neuen Sonderthemen wie u.a. „infa kreativ“ oder der Babymesse „infalino“.